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Ablauf 1. Seminartag

10:00 Uhr Begrüßung und Kennen lernen
10:35 Uhr Vorstellung des Seminarplans
10:45 Uhr Lebensqualität Wasser (Metaplaneinheit/ Referat) 
11:30 Uhr Die Lausitzer Klimakonferenz 2008 (Planspiel – Einführung) 
12:00 Uhr Mittagessen
13:00 Uhr Klimafaktor Wasser (Referat)
13:45 Uhr Klimafaktor Spree (Exkursion)
15:15 Uhr Kaffeepause
16:00 Uhr Unser Planet (Filmbeitrag)
17:45 Uhr Vom Klimawandel und der Erderwärmung (moderierte Kleingruppenarbeit)
18:45 Uhr Kopf in den Sand und Wasser bis zum Hals. Klimaprognosen für Brandenburg und die Lausitz (Referat)
19:15 Uhr Abendessen und Ende des 1. Seminartages


Lebensqualität Wasser

Um zwischen dem Seminarthema und der Lebenswelt der Teilnehmer einen ersten Bezug herzustellen, waren die Teilnehmer aufgefordert, sich zunächst mit dem Begriff „Lebensqualität“ auseinanderzusetzen. Dazu wurde zunächst ein Teilnehmer gebeten, sich auf ein vorbereitetes Plakat zu legen, woraufhin die Seminarleitung den Körperumriss der Person auf das Plakat übertrug. Danach wurden die Teilnehmer gebeten, ohne zu sprechen alles auf das Plakat zu schreiben, was sie mit dem Begriff „Lebensqualität“ bzw. „Lebensqualität in Bezug auf Wasser assoziieren“.

Die Lausitzer Klimakonferenz 2008 (Planspiel)

Im Zentrum des Seminars „Klimafaktor Spree“ steht ein Planspiel, dass sich in einzelnen Arbeitsphasen über die gesamten drei Seminartage zog. Grundidee des Planspiels ist die Durchführung einer Klimakonferenz in der Lausitz, auf der ein Konsens zur künftigen Klimapolitik in der Region gefunden werden soll. Anlass der Konferenz ist ein fiktives Förderprogramm der EU, dass eine Förderung in Höhe von 50% aller Investitionskosten für Maßnahmen des regionalen Klimaschutzes in Aussicht stellt. Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Fördermittel ist jedoch ein klimapolitischer Konsens der Region, der im Rahmen dieser Lausitzer Klimakonferenz erarbeitet werden soll.

An der Konferenz beteiligt sind verschiedene gesellschaftspolitische Gruppen der Lausitz, die sich gemeinsam im Rahmen dieses Seminars auf die Klimakonferenz vorbereiten und aus ihrer Sicht jeweils fünf Ziele zur künftigen Klimapolitik formulieren sollen. Diese sollen im Rahmen einer Podiumsdiskussion am letzten Seminartag vorgestellt werden und bilden die Grundlage für die gemeinsame Debatte über den Klimakonsens der Lausitz.

Nach einer kurzen Einleitung zur Idee eines Planspiels erarbeitete Herr Zoepp gemeinsam mit den Seminarteilnehmern jeweils die fünf für das Planspiel wichtigen gesellschaftspolitischen Gruppen der Lausitz. Daraufhin wurden die Seminarteilnehmer in Vertreter der

- Lausitzer Jugend 
- Lausitzer Kommunalpolitik 
- Lausitzer Touristiker 
- Lausitzer Naturschützer sowie
der Lausitzer Energiewirtschaft eingeteilt.

Anschließend erhielt jede Gruppe die zentrale Aufgabenstellung des Planspiels, ihre jeweilige Rollenbeschreibung sowie gruppenspezifisches Informationsmaterial. Bevor sich die jeweiligen Gruppen zum Studium des Infomaterials zurückzogen, wies Herr Zoepp auf die die Arbeitsphasen des Planspiels sowie die abschließende Podiumsdiskussion am letzten Seminartag hin.



Klimafaktor Wasser

In dieser Einheit stellte Herr Zoepp mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation Grundlagen zur Bedeutung des Wassers im Klima und bei der Wetterbildung vor. Dabei stellte er die Bedeutung von Wasser bei der Energieverteilung sowie bei der Energiespeicherung im Klima heraus.


Klimafaktor Spree
Während dieser Einheit wurde ein erster Regionalbezug zwischen dem Thema „Wasser und Klima“ und dem Spreewald hergegestellt. Dazu begab sich Herr Zoepp mit den Teilnehmern auf eine kleine Exkursion und erarbeitete zunächst, welche Bedeutung Klima und Wasser bei der Entstehung des Spreewaldes spielten. So wurde festgestellt, dass die Weichseleiszeit und die abfließenden Schmelzwässer wesentlich zur Überformung der Landschaft beigetragen haben. Bei einer weiteren Station wurde gemeinsam mit den Teilnehmer zudem die klimakühlende Wirkung des Spreewalds mit seinen Feuchtgebieten erarbeitet. Bei einem Halt an dem Besucher- und Informationszentrum des Biosphärenreservates Spreewald erfuhren die Teilnehmer zudem mehr über die Relevanz der Spree bzw. des Spreewaldes für die hiesige Tourismuswirtschaft und den Naturschutz.


Unser Planet
 

Mit eindringlichen Bildern bringt dieser Film den globalen Klimawandel mit Fragen des Artenverlustes und dem übermäßigen Ressourcenverbrauch auf unserer Erde in Verbindung. Zudem gibt er verschiedene Expertenmeinungen wieder und zeigt vielfältige Zusammenhänge zwischen Problemen aus den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Soziales auf.

Vom Klimawandel und der Erderwärmung (moderierte Kleingruppenarbeit) Zur Vertiefung und Wiederholung der in dem Film dargestellten Aussagen zum Klimawandel erhielten die Teilnehmer in dieser Einheit Fachtexte des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Diese waren dem Buch „Der Klimawandel“ von S. Rahmstorf und H.J. Schnellhuber entnommen und gaben u.a. wieder, welche Treibhausgase wie zur Erwärmung der Atmosphäre führen und wie sich diese Erwärmung bspw. auf Gletscher auswirkt.

Zur Bearbeitung der Texte wurden fünf Kleingruppen gebildet, die jeweils unterschiedliche Texte und Aufgaben zu bearbeiten hatten. Nach der Arbeit in diesen Kleingruppen wurden erneut Gruppen gebildet, in die je ein Vertreter der fünf unterschiedlichen Arbeitsgruppen kam. Die Teilnehmer tauschten sich nun innerhalb ihrer Gruppe über den jeweils gelesenen Text aus, so dass im Ergebnis Jeder über alle Fachtexte informiert war. Die Seminarleiter mischten sich während dieser Einheit immer wieder unter die Gruppen und unterstützten sie bei ihren Ausarbeitungen.



Kopf in den Sand und Wasser bis zum Hals.
Klimaprognosen für Brandenburg u. die Lausitz

Um die in den Filmen bzw. Fachtexten gemachten Aussagen zum Klimawandel auf die Region zu beziehen, stellte Herr Zoepp in dieser Einheit Klimaprognosen für Brandenburg und die Lausitz vor. Auf Grundlage von wissenschaftlichen Untersuchungen des PIK präsentierte er u.a. bereits festgestellte wie auch erwartete Veränderungen hinsichtlich der Temperatur, der Niederschlagsverteilung, der Grundwasserneubildung sowie der Abflüsse von Oberflächengewässern.
Der Zusammenfassung nach ist in der Lausitz bis zum Jahr 2045 mit einer durchschnittlichen Temperaturzunahme von mindestens 1°C, einer Abnahme der Niederschläge sowie häufigeren Extremwetterereignissen zu rechnen. Das bereits bestehende Wasserdefizit, so die Kernaussage der Präsentation, werde sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Dies werde nicht nur zu einer massiven Belastung aller wasserabhängigen Ökosysteme, sondern auch zu großen Verteilungsproblemen zwischen allen betroffenen Wirtschaftsbereichen führen. Mit Blick auf den Titel der Einheit werde Brandenburg in Zukunft häufig unter extremen klimatischen Bedingungen leiden müssen, orts- und zeitabhängig werde der Kopf sowohl im trockenen Sand stecken wie auch das Wasser bis zum Hals stehen.
Hintergrundinformationen zu dieser Einheit:

- PIK Report No. 83 
- PIK Report No. 85 
- Naturmagazin 4/07 – Klima im Wandel